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HVSH hält an der geplanten Einführung von Handball360 zur Saison 2026/2027 fest

Das HVSH-Präsidium bekennt sich weiterhin klar zur Einführung des einheitlichen Verbandsmanagementsystems Handball360 zur Saison 2026/2027.

Mit dem mehrheitlichen Beschluss der Delegierten auf dem 34. Ordentlichen DHB-Bundestag wurde die verbindliche Nutzung und Einführung eines bundesweit einheitlichen Verbandsmanagementsystems beschlossen. Ziel ist es, die bisherige Situation mit mehreren parallelen, nicht vollständig kompatiblen Systemen abzulösen und eine gemeinsame digitale Grundlage für Vereinsverwaltung, Spielbetriebsmanagement, Ergebnisse, Statistiken und verbandsübergreifende Prozesse zu schaffen. Der DHB-Bundesrat hat den vorgesehenen Start zur Saison 2026/2027 im März 2026 final bestätigt.

Dem HVSH-Präsidium ist bewusst, dass die Einführung eines neuen, bundesweit einheitlichen Systems mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Technische Schwierigkeiten, Verzögerungen in der Umsetzung und Unsicherheiten in der praktischen Anwendung dürfen nicht ausgeblendet werden. Auch der DHB hatte bereits darauf hingewiesen, dass es bei einer Softwareeinführung dieser Größenordnung am Anfang „ruckeln“ könne und dass Schulung, Kommunikation und Unterstützung entscheidend für einen möglichst reibungsarmen Übergang sind.

Gleichwohl ist das HVSH-Präsidium davon überzeugt, dass gerade in einer schwierigen Projektphase Verlässlichkeit, gemeinsame Verantwortung und ein klares Bekenntnis zur getroffenen Entscheidung erforderlich sind.

HVSH-Präsident Dierk Petersen erklärt dazu: „Der Beschluss zur Einführung von Handball360 war eine gemeinsame Entscheidung des deutschen Handballs. Die Entscheidung, Handball4all zu verlassen, wurde einstimmig im HVSH-Präsidium getroffen. Basierend auf diesen Entscheidungen haben die HVSH-Mitarbeiter*innen intensiv und mit unermüdlichem Engagement an der Implementierung von Handball360 gearbeitet. Natürlich sehen wir die bestehenden Herausforderungen. Wir werden an diesen Entscheidungen festhalten, stehen weiterhin zu unserem Wort und wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Handball360 zur Saison 2026/2027 in Schleswig-Holstein erfolgreich eingeführt wird.“

In Schleswig-Holstein haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Sportfreund*innen im Ehren- und Hauptamt mit großem Einsatz an der Vorbereitung der Einführung gearbeitet. In den Kreishandballverbänden, Vereinen, Gremien, Geschäftsstellen und Arbeitsgruppen wurden Daten geprüft, Prozesse vorbereitet, Schulungen begleitet, Rückmeldungen gegeben und viele zusätzliche Stunden investiert.

Dafür spricht das HVSH-Präsidium allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus.

HVSH-Geschäftsführer Sascha Zollinger betont: „Wir wissen sehr genau, was in den vergangenen Wochen und Monaten von den Menschen in Schleswig-Holstein geleistet wurde. Viele Ehren- und Hauptamtliche haben sich mit großem Engagement auf den Weg gemacht, obwohl noch nicht alles fertig ist und die Umstellung zusätzliche Arbeit bedeutet. Dieses Engagement verdient großen Respekt. Es wäre aus unserer Sicht das falsche Signal, die bisher geleisteten gemeinsamen Anstrengungen jetzt infrage zu stellen.“

Der HVSH sieht in Handball360 weiterhin einen wichtigen Schritt für die digitale Weiterentwicklung des Handballs. Die mit dem Projekt verbundenen Ziele, insbesondere einheitlichere Prozesse, bessere Datenqualität, weniger Medienbrüche, einfachere verbandsübergreifende Abläufe und eine moderne digitale Heimat für den Handball, bleiben aus Sicht des HVSH-Präsidiums unverändert richtig.

Zugleich nimmt das HVSH-Präsidium zur Kenntnis, dass einzelne Landesverbände die Einführung zeitlich verschieben oder zunächst weiterhin ihre bisherigen Bestandssysteme nutzen wollen. Der HVSH respektiert, dass andere Landesverbände ihre Entscheidungen auf Grundlage ihrer jeweiligen Situation treffen. Für Schleswig-Holstein bleibt jedoch maßgeblich, dass der HVSH die Einführung vorbereitet hat, dass viele Beteiligte bereits erhebliche Arbeit investiert haben und dass der DHB seine Ressourcen nun nach den Landesverbänden priorisieren will, die weiterhin die Einführung von Handball360 zur Saison 2026/2027 realisieren möchten.

HVSH-Vizepräsident Spieltechnik Marco Piotraschke sagt: „Für die Spieltechnik ist entscheidend, dass wir jetzt Klarheit schaffen und gemeinsam handlungsfähig bleiben. Ja, es wird am Anfang nicht alles perfekt funktionieren. Ja, wir werden Übergangslösungen brauchen. Und ja, es wird Situationen geben, in denen Flexibilität und Geduld erforderlich sind. Aber genau deshalb brauchen wir jetzt eine klare Linie, gute Kommunikation und die Bereitschaft aller Beteiligten, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen.“

Das HVSH-Präsidium appelliert daher an alle Vereine, Kreishandballverbände, Spielleitende Stellen, Schiedsrichter*innen, Zeitnehmer*innen und Sekretär*innen, Mannschaftsverantwortliche, Geschäftsstellen und alle weiteren Beteiligten, den eingeschlagenen Weg weiter konstruktiv zu begleiten.

Die Einführung von Handball360 wird auch in Schleswig-Holstein nicht frei von Problemen sein. Es wird weiterer Anstrengungen bedürfen. Es wird Rückfragen, Nachsteuerungen und technische Anpassungen geben. Nicht jeder Ablauf wird vom ersten Tag an reibungslos funktionieren. Umso wichtiger sind gegenseitiges Verständnis, eine offene Fehlerkultur, verlässliche Kommunikation und die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu finden.

Der HVSH wird seine Kreishandballverbände und Vereine weiterhin eng begleiten, Informationen bereitstellen, Rückmeldungen aufnehmen und gemeinsam mit dem DHB darauf hinwirken, dass die notwendigen Funktionen und Unterstützungsangebote rechtzeitig und praxistauglich zur Verfügung stehen.

HVSH-Präsident Dierk Petersen abschließend: „Wir danken allen, die diesen Weg mitgehen. Der Handball in Schleswig-Holstein hat schon oft gezeigt, dass er schwierige Aufgaben gemeinsam bewältigen kann. Handball360 ist ein anspruchsvolles Projekt, aber es ist auch eine Chance. Wenn wir zusammenhalten, lösungsorientiert bleiben und uns gegenseitig unterstützen, können wir diesen Digitalisierungsschritt schaffen. Gemeinsam sind wir Handball in Schleswig-Holstein.“